Diabetes ist keine seltene Erkrankung. Selbst wenn Sie nicht betroffen sind, kennen Sie wahrscheinlich eine der rund 60 Millionen Menschen in Europa, die mit Diabetes leben.
Weltweit ist etwa jede elfte erwachsene Person von Diabetes betroffen – noch häufiger tritt jedoch Prädiabetes auf, der das Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich erhöht.
Diabetes beeinflusst viele Bereiche der Gesundheit – darunter auch die Mundgesundheit. Zähne und Zahnfleisch reagieren besonders sensibel auf dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte.
Diabetes und Mundgesundheit sind eng miteinander verbunden
Diabetes ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper Schwierigkeiten hat, Glukose (Blutzucker) zu regulieren. Bei Typ-2-Diabetes reagiert der Körper zunehmend resistent auf Insulin, was zu dauerhaft erhöhten Blutzuckerwerten führen kann.
Hohe Blutzuckerwerte schädigen Blutgefäße, verlangsamen Heilungsprozesse und begünstigen Entzündungen – auch im Mundraum.
Häufige orale Erkrankungen im Zusammenhang mit Diabetes sind:
- Trockener Mund (Xerostomie) durch verminderten Speichelfluss
- Schnell fortschreitende Karies
- Schlecht heilende Schleimhautverletzungen
- Mundsoor (Pilzinfektionen)
- Zahnfleischerkrankungen wie Gingivitis und Parodontitis
Der Schneeballeffekt bei schlechter Blutzuckerkontrolle
Diabetes ist gut kontrollierbar – kann jedoch schnell außer Kontrolle geraten, wenn Ernährung, Bewegung und Blutzuckermessung vernachlässigt werden.
Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker fördert die Entwicklung von Zahnfleischentzündungen (Gingivitis). Rötungen, Blutungen und empfindliches Zahnfleisch gehören oft zu den ersten Warnsignalen einer schlechten Blutzuckereinstellung.
Da die Wundheilung bei Diabetes verlangsamt ist, kann sich eine einfache Gingivitis rasch zu einer Parodontitis entwickeln.
Diabetes und Parodontitis – eine riskante Kombination
Menschen mit Diabetes haben ein 1,5- bis 3-fach höheres Risiko, an Parodontitis zu erkranken. Gleichzeitig erhöht eine bestehende Parodontitis das Risiko für weitere systemische Erkrankungen.
Studien zeigen, dass sowohl Diabetes als auch Parodontitis mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen. Treten beide Erkrankungen gemeinsam auf, steigt das Gesundheitsrisiko deutlich an.
Die gute Nachricht: Eine konsequente Blutzuckerkontrolle und gründliche Mundhygiene können diesen Kreislauf effektiv durchbrechen.
So behalten Sie Diabetes und Parodontitis unter Kontrolle
Eine stabile Blutzuckereinstellung ist die Grundlage jeder Diabetes-Therapie. Zusätzlich spielen folgende Faktoren eine wichtige Rolle:
- Regelmäßige Bewegung
- Ausgewogene Ernährung mit reduziertem Zuckeranteil
- Ausreichende Flüssigkeitszufuhr
- Stressreduktion und guter Schlaf
Ebenso entscheidend sind gute Mundhygienegewohnheiten:
- Zweimal tägliches Zähneputzen
- Tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume
- Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Zahnarzt
Studien zeigen sogar, dass gründliches tägliches Zähneputzen das Risiko für die Entwicklung von Diabetes senken kann.
Mundpflege als Teil des Diabetes-Managements
Die richtige Mundpflege unterstützt eine bessere Blutzuckerkontrolle und reduziert das Risiko für Parodontitis und Folgeerkrankungen. Mit den passenden Zahnpflegeprodukten, der richtigen Technik und konsequenten Routinen leisten Sie einen wichtigen Beitrag zu Ihrer langfristigen Gesundheit.










