Weißer Zungenbelag: Symptome, Ursachen & richtige Behandlung

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Die tägliche Mundpflege sollte nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sondern auch die Zunge einschließen. Gerade dort können sichtbare Veränderungen auftreten – etwa ein weißer Zungenbelag.

Ein weiß belegter Zungenrücken wirkt oft harmlos, kann aber auf hygienische Defizite oder gesundheitliche Ursachen hinweisen. Umso wichtiger ist es, Veränderungen ernst zu nehmen und richtig einzuordnen.

Was bedeutet ein weiß belegter Zunge bei Erwachsenen?

Eine gesunde Zunge ist hellrosa, leicht rau und nur minimal belegt. Ein deutlich sichtbarer weißer Belag, der über mehrere Stunden oder Tage bestehen bleibt, kann ein Hinweis auf Störungen sein.

Treten zusätzlich Beschwerden wie Mundgeruch, Brennen oder Schmerzen auf, sollte die Ursache ärztlich oder zahnärztlich abgeklärt werden.

Ursachen für weißen Zungenbelag

Die häufigste Ursache ist eine unzureichende Zungenhygiene. Beim täglichen Zähneputzen wird die Zunge oft vergessen, wodurch sich Speisereste, abgestorbene Zellen und Mikroorganismen ansammeln.

  • Unzureichende Zungenreinigung
  • Übermäßige Nutzung von Mundspülungen mit Wasserstoffperoxid
  • Ungesunde Ernährung (viel Eiweiß, Zucker, Kaffee oder Tee)
  • Zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • Rauchen oder Alkoholkonsum

Der Zungenbelag ist morgens oft stärker ausgeprägt, da nachts weniger Speichel produziert wird und Bakterien sich leichter vermehren können.

Weißer Zungenbelag und Mundgeruch

Im Mund leben über 300 verschiedene Bakterienarten. Einige davon zersetzen Eiweiße und abgestorbene Schleimhautzellen und setzen dabei Schwefelverbindungen frei – die Hauptursache für Mundgeruch.

Schätzungen zufolge entstehen rund 80 % des Mundgeruchs auf der Zunge. Deshalb sollte die Zungenreinigung fester Bestandteil der täglichen Mundhygiene sein.

Regelmäßiges Reinigen der Zunge sorgt nicht nur für frischeren Atem, sondern verbessert auch den Geschmackssinn. Besonders wichtig ist die Reinigung des hinteren Zungendrittels.

Tipp:
Atmen Sie während der Zungenreinigung ruhig durch die Nase, um den Würgereflex zu reduzieren.

Weißer Zungenbelag bei Säuglingen und in der Stillzeit

Bei Säuglingen ist ein weißer Belag häufig harmlos und entsteht durch Muttermilch oder Säuglingsnahrung. Da Babys weniger Speichel produzieren, bleiben Nahrungsreste leichter auf der Zunge haften.

Weiche, fleckige weiße Beläge können jedoch auf eine Pilzinfektion hinweisen. In diesem Fall sollte unbedingt eine Ärztin oder ein Arzt aufgesucht werden.

Ursachen für weißen Zungenbelag bei Kindern

  • Unzureichende Mundhygiene
  • Flüssigkeitsmangel
  • Eisenmangel (Anämie)
  • Mandelentzündung oder Scharlach
  • Nebenwirkungen von Antibiotika oder Inhalationsmedikamenten
  • Vermehrte Mundatmung bei vergrößerten Mandeln

Was hilft gegen weißen Zungenbelag?

Die wichtigste Maßnahme ist eine konsequente Mundhygiene, die auch die Zunge einschließt.

  • Tägliche Zungenreinigung
  • Ausreichend Wasser trinken
  • Ausgewogene Ernährung
  • Probiotische Lebensmittel wie Naturjoghurt oder Kefir
  • Reduktion von Kaffee, Tee, Alkohol und Rauchen

Hinweis: Diese Informationen dienen der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine medizinische Beratung. Bei anhaltenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder Ihre Zahnärztin bzw. Ihren Zahnarzt.

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